Die normale Reaktionszeit ist, wie die meisten Dinge am menschlichen Körper, nicht konstant. Sie unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und hängt auch davon ab, zu welchem sensorischen Regime der Reiz gehört.
Hier ist eine allgemeine Schätzung der durchschnittlichen Reaktionszeit für verschiedene Reize:
- Die durchschnittliche visuelle Reaktionszeit beträgt 0,25 Sekunden.
- Die Reaktionszeit für akustische Reize beträgt 0,17 Sekunden.
- Die durchschnittliche Reaktionszeit für kinästhetische (Tast-)Reize beträgt 0,15 Sekunden.
Das war der mathematische Teil der Reaktionszeit, aber was ist mit dem physiologischen Aspekt? Schauen wir uns das an.
Was ist die durchschnittliche Reaktionszeit?
Reaktionszeit ist, einfach ausgedrückt, die Zeit, die benötigt wird, um einen Reiz zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie darf jedoch nicht mit Reflexen verwechselt werden.
Unterschied zwischen Reaktionszeit und Reflexen
Hier ist ein Beispiel für beides.
Stellen Sie sich vor, Sie benutzen Ihr Telefon und stehen neben einem heißen Bügeleisen. Sie bewegen Ihre Hand, um ein Glas Wasser aufzuheben, das neben dem Bügeleisen steht, und berühren stattdessen das Bügeleisen. Ihre Hand wird sofort zurückzucken, noch bevor Sie die Hitze spüren.
Das ist ein Reflex.
Reflexhandlungen werden nicht vom Gehirn gesteuert. Es ist das Rückenmark, das Ihrer Hand befiehlt, sich zurückzuziehen. Denn wenn diese Entscheidung vom Gehirn getroffen werden müsste, würde es länger dauern, was die Wahrscheinlichkeit von Schäden erhöhen würde.
Als Beispiel für die Reaktionszeit stellen Sie sich vor, Sie sind mitten in der Nacht auf einer dunklen Straße, und ein Hund kommt aus dem Nichts und fängt an, Sie anzubellen. Ihr Gehirn wird eine kleine Weile brauchen, um den Handlungsverlauf zu entscheiden; rennen oder den Hund bekämpfen.
Die Zeit, um diese Entscheidung zu treffen, ist die Reaktionszeit.
Zusammenfassend
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Reaktionszeit ins Spiel kommt, wenn Sie etwas freiwillig tun. Und wenn Sie etwas unfreiwillig tun, ist es eine Reflexhandlung und hat nichts mit der Reaktionszeit zu tun.